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GoLite Jam – Erfahrungsbericht

Wie versprochen nun etwas ausführlicher.

Entgegen meinem sonst normal üblichen Verhalten ist nun wirklich jeder Mist in den Rucksack gekommen und so war es auch nicht verwunderlich, dass man ein „wenig“ mehr als UL zu tragen hatte😉

Interessant ist aber dadurch die Belastbarkeit des GoLite Jam und natürlich auch vom Träger des Rucksack geworden.

Wie nicht anders zu erwarten ist das Tragen des GoLite Jam nicht so angenehm gewesen, als wenn man nun mit einem Rucksack unterwegs ist, der ein perfektes Tragegestell hat. Man muss aber auch sagen, dass der GoLite Jam sich auch mit 17 kg nicht soooo schlecht tragen lässt, wie man es eigentlich erwarten könnte.

Bei mir landeten alle Müsliriegel und jeder Kleinkram vom LMF Spork bis hin zum Opinel in den Seitentaschen am Hüftgurt vom GoLite Jam und verstärkten dadurch etwas den Hüftgurt.

Der Hüftgurt des GoLite Jam wurde dadurch zwar nicht so steif wie bei einem hochwertigen Tragegestellrucksack, wo man den Rucksack locker auf den Hüftflossen abstellen kann und er sich allein durch die festen Hüftflossen aufrecht hält. Die Hüftflossen des GoLite Jam wurden dadurch aber schon mal stabiler und leiteten zumindestens etwas vom Gewicht auf die Hüfte.

Die Polsterung mit einer Z-Lite zu verstärken ist auch sehr gut und verschafft einem doch spürbar mehr Komfort. Nach wenigen Tagen hat sich die zusätzliche Polsterung dann auch der Rückenform angepasst😉

Selbst vollgestopft und stramm gezogen ist der GoLite Jam noch frei von Mängeln. Lediglich im Ansatz sieht man, dass die Nähte sich doch nah am Maximum bewegen und sich etwas weiten.

Die Seitentaschen haben auf Tour meine 1 Liter Platypus Flaschen und meinen Transportsack für die Tour gehalten und sind auf beiden Seiten recht doll gespannt worden. An beiden Taschen lassen sich keine Mängel feststellen. Im Praxiseinsatz haben sie sich ganz gut bewährt. Gerade der flexible Stoff ist sehr gut und bietet einen guten Abschluss nach oben, so dass man auch Kleinkram hineinstecken kann.

An beiden Taschen am Hüftgurt kann man sehr, sehr viel hineinstecken. Ich müsste lügen, wenn ich nun die genaue Anzahl an Corny, Powerbar oder Snicker-Riegel nennen würde, die ich da hinein gesteckt habe. Aber auch diese Taschen bestehen aus einem dehnbaren Stoff und bieten unglaublich viel Platz für jeglichen Kleinkram. Ich fand es sehr gut, dass man so sein Opinel, den LMF Spork und die Petzl stets griffbereit hatte, ohne im Rucksackwild zu suchen.

Das Hauptfach hat auch überzeugt. Ich bin zwar normalerweise ein Fan von Unterteilungen in Haupt- und Schlafsackfach, aber gerade durch die fehlende Unterteilung kann man sehr viel hineinstecken. Wie schon gesagt, ich habe weit mehr mitgenommen, als man normalerweise auf so einer Tour mitnehmen würde und hatte immer noch Platz nach oben.

Die Stockhalterung ist ebenfalls gut. Bei den Stöcken kann man unten 3x rumwickeln und oben festspannen und man kann wirklich davon reden, dass die Stöcke fixiert sind. Im Vergleich dazu die Halterung beim Tatonka Crest, wo die Stöcke stets unten herausrutschen.

Das Frontfach des GoLite Jam ist groß, aber leider zu unübersichtlich. Ist das Hauptfach vollgestopft, so fischt man quasi im Trüben😉 Trotzdem kann man auch in diesem Fach einiges verstauen.

Mein Fazit:

Ich würde den GoLite Jam  sicherlich nicht mehr mit so viel Kilo schleppen, gut ist aber zu wissen, dass man den Rucksack auch ohne weiteres mit etwas mehr belasten kann, ohne Angst haben zu müssen, dass er einem auseinander fällt. Als ein riesiges Stauraumwunder hat sich der GoLite Jam aber auf jeden Fall geoutet. Für mich als großer Pluspunkt haben sich die Seitentaschen am Hüftgurt präsentiert und auch so etwas in der Form würde ich mir auch bei meinen anderen Rucksäcken wünschen.

Als Verbesserung könnte ich mir die bessere Schulterträger vorstellen, die man wie z.B. beim Gossamer Gear Mariposa mit Socken aufpolstern kann.

Ansonsten hat sich der GoLite Jam von der sehr guten Seite gezeigt.

GoLite Jam
  1. 14. September 2009 um 01:21

    17 kg?! soviel zum Thema ultraleicht😀
    Aber stimmt schon, gut zu wissen was gehen kann; mit eine wenig mehr Wasser und Proviant kommen schnell einige Kilos zusammen…
    Das Frontfach ist in der Tat nicht ganz optimal, gerade wenn der Rucsack voll bepackt ist kommt man nur schlecht n den Inhalt ran, nen seitlicher Reißverschluss wäre da vielleicht besser.

    Da ich noch das alte Modell nutze muss ich auf die Hüftgurt Taschen verzichten, stört mich aber nicht weiter, da ich immer noch ne extra Gürtel-/Umhängetasche verwende.

    • gearandmore
      14. September 2009 um 23:00

      ..wie schon gesagt. Ich habe mir nicht viele Gedanken bzgl Packliste gemacht und einige Sachen dabei gehabt, die nun mal ein bissl mehr wiegen und ich bei reinen UL Touren sicherlich nicht dabei hätte.

      Hatte ja auch schon Verpflegung für 11 Tage dabei und die recht großzügig kalkuliert😉

  1. 27. Januar 2010 um 09:51
  2. 28. Oktober 2012 um 23:49

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